29.01.2026
Gedanken zu Darstellung des Herrn
Liebe Leserin, lieber Leser,
gerne teile ich mit Ihnen meine Gedanken zum Fest „Darstellung des Herrn“, oder wie es auch genannt "Maria Lichtmess".
Dabei möchte ich den Blick auf Hanna lenken, von der im Lukasevangelium erzählt wird (vgl. Lk 2, 36-38).
Sie wird als Prophetin genannt und hält sich ständig im Tempel auf, um dort zu beten und zu fasten. Genauso wie Simeon, erkennt sie im Kind den Messias. Sie preist Gott dafür und spricht zu allen Menschen darüber. Diese Erzählung regt mich immer wieder zum Nachdenken an, was es braucht, um Gott in einem Kind zu sehen. Wenn ich einen Menschen erkenne, weil ich ihn als mein Gegenüber wahrnehme, ist es so, wie es Martin Buber ausdrückt: „Der Mensch wird im Du zum Ich“. Da können wir nun über‘s „Werden und Sein“ nachdenken. Ich bin ein Kind Gottes, daran glaube ich ganz fest. Was aus mir wird, habe ich nur bedingt selbst in der Hand. Viele andere Einflüsse prägen mich da. Und genau da ist der Unterschied zu Jesus. Hanna erkennt, wer Jesus ist. Er wird nicht erst zum Messias, indem Hanna ihn anblickt und ihm das zuspricht.
JESUS ist das Licht der Welt. Und war er schon immer und wird es immer sein.
Hannah steht in vielen Darstellung im Hintergrund. Sie tut aber etwa was wir auch als Christinnen und Christen ihr gleichtun können. Sie spricht mit jedem Menschen darüber, dass Jesus der Messias ist, Friedensbringer. Der, mit dem wir dem Licht des Göttlichen entgegen gehen. Aber nicht nur um unser selbst willen, denn im Ichwerden und -sein ist die Beziehung zum Du von entscheidender Bedeutung. Machen wir es Hanna gleich, erzählen wir den Menschen von Jesus, unserem Messias, mit einer Haltung, von Licht und Wärme geprägt ist.
Auch du bist Prophetin
In dir tanzt das Licht
Und machtvoll erklingt uns dein Lied
Aus dir singt der Traum
Zur Freundschaft
Und Lebenslust
Auch du bist Prophetin
Ausgespannt zwischen Himmel und Erde
In deinen Händen liegt Licht und Wahrheit
Und du erzählst vom Kommenden Leben
Das leise unaufhaltsam unter uns Gestalt annimmt Quelle: Lisianne Enderli
Herzliche Grüße,
Elisabeth Schulz,
Gemeindereferentin