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Weniger ist mehr ...

Aufruf der Jugendsprecher unserer Pfarrei zur Fastenzeit 2020
Weniger ist mehr ...
Weniger ist mehr ...
© pixabay.de

In einer Welt, in der Jugendliche auf viel aufmerksam machen, zum Beispiel auf den Klimawandel, Fair Trade und Alternativen zum übermäßigen Verzehr von Fleisch, gibt es viele Dinge, die bei all den guten Anliegen vergessen werden. Wir, Marian und Christopher, die neuen Jugendsprecher unserer Pfarrei, wollen dazu aufrufen, die wirklich wich?gen Dinge im Leben wieder bewusster wahrzunehmen und zu leben. Wir hoffen, dadurch wieder
mehr, besser, intensiver in Kontakt mit den Menschen und mit Gott zu treten.

WENIGER IST MEHR – dazu möchten wir Sie einladen, wenigstens mal für die Fastenzeit ab 26. Februar.

Zum Beispiel sehen wir wie morgens im Zug oder Bus die meisten Menschen mit Kopaörern im Ohr dasitzen und sich nicht wirklich für ihre Außenwelt interessieren. Dabei wäre es doch gut, mit der Person, die neben einem sitzt, die man vielleicht lange nicht mehr gesehen hat, mal wieder zu reden. Man kann dadurch auch Gorr näher kommen, denn: Jeder ist Gottes Ebenbild.

Er ist immer bei uns – darüber können wir uns auch in der Stille einfach mal klar werden, das, was jeden Tag passiert, mit ihm in Verbindung bringen, ihm zuhören und ihn vielleicht auf eine ganz neue Art entdecken. Bestimmt kann man dabei viel tolle neue Erfahrungen und Begegnungen machen. Dabei kann „Weniger“ Soziale Medien und Musik „Mehr“ sein, für bessere soziale Kontakte, für mehr Klarheit mit sich, den Menschen und Gott.

Wir wollen mit dieser Aktion darauf aufmerksam machen, dass man mehr mit dem zufrieden sein sollte, was man hat, dass man nicht immer den neusten Schuh braucht, nur weil der beste Freund ihn gerade bekommen hat oder weil er gerade so im Trend ist. Vor allem, wenn man den Schuh sowieso nicht braucht, weil man eigentlich genug Schuhe hat. Dasselbe gilt für Klamotten. Damit helfen wir nicht nur uns, sondern auch den benachteiligten Arbeitern in irgendwelchen dritten Ländern, die für die Produktion viel zu wenig Geld bekommen und sich im Vergleich zu uns nicht, weil wir gerade Lust drauf haben, einen Döner am Bahnhof holen können. Auch die Qualität der Stoffe und Materialien ist oft umweltschädlich.

Vor allem: achtet darauf, wo ihr kauft! Es gibt viele Geschäfte, die auf die Arbeitsbedingungen ihrer Mitarbeiter achten, aber leider viele, wo die Arbeiter unter unmöglichen Bedingungen arbeiten. Wenn ihr euch dann ab und zu mal den Luxus gönnt und euch den Döner holt, werdet euch bewusst, dass Tiere auch Lebewesen sind und nicht unwürdig leben sollen. Es gibt leider viel zu viele Massentierhaltungen, durch welche die Tiere in Bedingungen leben,
die ihrer Gesundheit stark schaden. Sie werden mit Antibiotika vollgepumpt, damit sie mehr Eier legen, mehr Milch geben oder einfach fett zum Schlachten werden

Hat Gott das gewollt, als er uns die Tiere erschuf? Wir sollen über sie herrschen und sie nicht knechten. Gott sagt in den Genesis (erster Schöpfungsbericht), dass wir Pflanzen und Früchte essen sollen, die er uns gibt. Was tun wir? Wir essen unsere Mitbewohner der Erde. Viele Jugendliche achten auf ihre Ernährung, beginnen, sich bewusster zu kleiden, probieren einen neuen Lebensstil aus. Bei vielen Erwachsenen merken wir, wie sie gerade erst aufwachen und anfangen, sich damit zu beschäftigen. Fangt an, das umzusetzen, was viele Eurer Kinder schon tun. Seht sie als Eure Vorbilder. Steuert Eure Erfahrung bei! Wir leben in einer reichen Gesellschaft und schätzen dadurch vieles viel zu wenig. Wer weniger konsumiert, erfährt mehr.

Mit mehr Gemeinschaft, mit dem Verzicht, z.B. auf Fleisch oder Schokolade, mit bewussterem Einkauf: erfahrt mehr!

Erfahrt mehr Kirche, Gemeinschaft und Gott.

Ihre und Eure Jugendsprecher
Marian und Christopher