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Pasquarellas Perlen - eine Ostergeschichte

erzählt von Elisabeth Schulz nach dem gleichnamigen Buch von Herbert Adam und Gaby Stegmann - RPA Verlag
Pasquarellas Perlen - eine Ostergeschichte
Pasquarellas Perlen - eine Ostergeschichte
Bild 1 © Christian Schmitt in pfarrbriefservice.de
© Christian Schmitt in pfarrbriefservice.deBild 1
© Christian Schmitt in pfarrbriefservice.deBild 1

Erzählen Sie diese Geschichten Ihren Kindern:

Hallo Du,

kennst Du dieses Tier? Ja, das ist eine Raupe. Im Garten kannst Du sie finden. Und wenn Du Glück hast, schaut sie dich auch so an, wie diese.

Irgendwann wird sie sich verändern. Das ist bei Raupen so.

 

 

Bild 2
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Hast Du schon einmal so eine bunte Raupe, wie mich gesehen?

Ich bin Pasquarella, schon ein komischer Name. Aber bei uns Raupen ist das manchmal so.

Ich bin eine Geschichtenraupe. Zu jeder Perle gehört eine Geschichte. Aber nicht irgendeine, sondern eine besonders schöne von meinem Freund Jesus. Es gibt fröhliche, traurige und nachdenkliche Geschichten.


Hast Du schon die Perlen gezählt? Es sind sieben, vielleicht kommt noch eine achte dazu. Am besten fange ich an zu erzählen:

Bild 3
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Schau mal auf das erste Bild.

Was denkst Du wohl, was da drin sein könnte?

Na klar eine der Perlen, was sonst. Du wirst gleich sehen, welche Perle es ist. Die Geschichte, die du nun hörst, hat Jesus selbst erzählt.

„Ein reicher Kaufmann kann sich alles kaufen, was er haben möchte. Er besitzt einen schönen Teppich, eine teuren Krug und viel Schmuck. Eines Tages entdeckt er eine wunderschöne Perle. Für ihn wäre diese der größte Schatz, so schön ist sie. Aber sie kostet sehr viel Geld, mehr als er hat. So verkauft er alles was er besitzt und kauft sich diese wunderschöne, glitzernde, kostbare Perle.“   (vgl. Matthäus-Evangelium 13, 45-46)

Bild 4
Bild 4

Für den Kaufmann ist die Perle das wichtigste in seinem Leben. Hast Du auch so einen kostbaren Schatz – vielleicht einen Menschen, den du ganz doll lieb hast? Oder irgendetwas anderes?

Schau, das Bild hat sich verändert. Jetzt kannst Du die erste Perle entdecken. Jesus hat für dich die Schatzkiste geöffnet. Er möchte, dass Du weißt, dass Du auch ein kostbarer Schatz bist!

Immer wenn Jesus dazu kommt, wird die Welt anders.

So, und nun, welche Perle ist jetzt an der Reihe? Was denkst Du?

Schau auf das nächste Bild.

 

 

Bild 5
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Die blaue Wasserperle

Und, richtig geraten?

Kannst Du die Perle auf dem Bild entdecken?

Genau in der Muschel, liegt sie.

Gibt es außer dieser Perle noch andere Dinge auf dem Bild, die blau sind?

…………………

 

Heute steht die blaue Perle für eine Geschichte aus der Bibel über Jesus, da geht es ums Wasser.

Jesus lebt viele Jahre im dem kleinen Dorf Nazareth. Dort arbeitete er als Zimmermann mit seinem Vater Josef zusammen. Als er 30 Jahre alt ist, erzählt ihm jemand von Johannes. Dieser Johannes erzählt den Menschen von Gott und er sagt zu ihnen: Gebt Gott einen Platz in eurem Herzen, dann wird alles anders werden.

Und was hat das nun mit Wasser und der blauen Perle zu tun?

Johannes ist an einem Fluss, dem Jordan und er tauft die Menschen in diesem Fluss. Jesus geht auch dort hin und sagte zu Johannes: Ich möchte auch in dieses Wasser eintauchen und Gott den besten Platz in meinem Herzen geben. Johannes und Jesus steigen in den Fluss und tauchen zusammen unter. Als Jesus wieder auftaucht spürt er etwas in seinem Herzen. Es ist so, als ob der Himmel ein Stück auf geht. Gott ist ganz nahe. Was er fühlt ist ganz sanft und zart. Als würde eine Taubenfeder über sein Gesicht streicheln. Und Jesus hört, was Gott zu ihm sagt: Du bist mein geliebtes Kind, ich freue mich an Dir!

Du kannst dir vorstellen, dass Jesus sich riesig gefreut hat. Und das will er allen Menschen erzählen. Auch Dir. Gott ist wie eine gute Mutter und wie ein guter Vater. Er sagt zu jedem Menschen, du bist mein geliebtes Kind.

Probier´s mal aus, wie sich das anfühlt. Nimm eine kleine Feder und streichle sie übers Gesicht.

Bild 2
Bild 2

Perlmutt, blau, ………. jetzt ist die ???? Perle dran.

 

 

 

 

 

 

Bild 6
Bild 6

Es ist die Sonnen- Perle

Die Menschen kommen alle gerne zu Jesus. Seine Geschichten sind wie die Sonne. Sie wärmen und machen alles ganz hell. Wenn Jesus in ein Dorf kommt, geschehen besondere Dinge. Die Welt verändert sich. Manche Menschen sind nicht mehr traurig, manche können wieder lachen, Kranke werden auch wieder gesund.

Eine solche Geschichte steckt in der Sonnen – Perle. Hast Du sie schon auf dem Bild gefunden?

Bevor ich sie dir erzähle, möchte ich, dass Du mal aus dem Fenster schaust. Was entdeckst Du da alles?........

 

Und nun, halte Dir die Augen zu,

was siehst Du jetzt?

So ist es einem Mann ergangen, von dem die Sonnenperlengeschichte erzählt, nur umgekehrt.

Jesus kommt in ein kleines Dorf. Dort lebt ein blinder Mann. Er kann Jesus nicht sehen, aber er hört die Menschen wie sie ihm zujubeln. Er ruft nach Jesus. Als die Menschen sehen, dass Jesus zu ihm geht, denken sie: Wie kann Jesus so was machen. Der Mann ist doch krank. Aber gleich werden sie ein Wunder erleben. Jesus geht zu ihm und spricht mit ihm. Er nimmt sich viel Zeit und hört dem blinden Mann zu. Dann berührt Jesus ihn an seinen Augen. Er fragt ihn: Siehst Du etwas? Der Mann antwortet: nur wenig, als wären lauter Schatten um mich herum. Da berührt Jesus ihn noch einmal und der Mann kann wieder sehen. (vgl. Markus–Evangelium 8,22-26)

Was die beiden miteinander gesprochen haben, wissen wir nicht. Aber eins weiß ich, Jesus hört zu, wenn Du traurig oder krank bist. Wenn Du ihm alles erzählst, versucht er dich so zu berühren, dass du es in deinem Herzen spüren kannst. Da wird es dann ganz warm und hell.

Bild 2
Bild 2

Du hast nun ganz viel vom Herzen gehört, vom Liebhaben und die nächste Geschichten - Perle ist rot. Passt gut, gel?

Nicht ganz. Rot steht nämlich auch noch für ein anderes Gefühl. ………. Wut? – JA, Jesus konnte auch wütend sein.

Gespannt auf die Geschichte?

 

 

 

Bild 7
Bild 7

Die rote Wut-Perle

Warst Du schon einmal in einer Kirche? Dort können Menschen miteinander Gottesdienst feiern. Oder sie gehen einfach so hinein, um mit Gott zu sprechen. Das nennen wir beten. Wenn alles ganz ruhig ist und die Kerzen brennen, dann fühle ich mich da besonders wohl. Dann kann ich am besten Gott zuhören.

Kennst Du die Dinge hier auf dem Bild?

Da sind ein 7armiger Kerzenleuchter, eine Schriftrolle und ganz viele Münzen. In der Schriftrolle stehen auch viele Geschichten von Gott. Diese und der Leuchter gehören dort hin, wo Jesus gerne mit Gott gesprochen hat. Das war im Tempel.

Nun die Wutperlengeschichte:

Jesus will in den großen Tempel. Er und andere möchten dort beten. Aber im Hof entdeckt er etwas, was ihn richtig wütend macht. Hier geht es nicht um Gott. Sondern nur ums Geschäft. Alles Mögliche wird verkauft, laut rufen die Menschen durcheinander.

Jesus wird richtig wütend. Er stößt die Tische der Händler und Geldwäscher um. Tauben fliegen durch die Luft. Münzen rollen über den Boden. Gemäh und Gemuh sind zu hören. Jesus ruft laut, er schreit die Menschen fast an: In unserer heiligen Schriftrolle steht: Der Tempel soll ein Haus des Gebetes für alle Menschen sein! Was habt ihr daraus gemacht? Eine Räuberhöhle!  (vgl. Markus-Evangelium 11,15-17)

Bild 8
Bild 8

Wenn Jesus dazukommt, verändert sich das Bild. Hast Du die Wut-- Perle gefunden?

Wenn Jesus spürt, dass die Menschen Gott vergessen, nur an Geld und Geschäfte denken, dann kann er richtig wütend werden. Wenn wir Gott vergessen, kann es passieren dass wir auch die Liebe vergessen. Jesus möchte, dass wir Zeit für Gott haben. Er hat uns vieles zu erzählen. Zuhören und mit ihm sprechen können wir eben am besten, wenn es ruhig ist. Und dann bleibt die Liebe bei uns.

Passt rot doch wieder zum Herz!

 

 

Bild 2
Bild 2

Das waren meine ersten vier Perlengeschichten. Haben sie Dir gefallen?

Bald erzähle ich noch andere. Du kannst in der Zwischenzeit mal überlegen, ob du Dir so eine Raupe basteln möchtest, wie ich es bin.

 

 

Wenn Du keine Perlen und Pfeifenreiniger Zuhause hast, dann nimm farbiges Papier oder Servietten. Knäule sie zusammen und ziehe sie auf einen Faden auf. Geht nicht? Dann probiere es mit Knete. Oder einfach kleine Papierscheiben … . Malen kannst Du mich auch!

Deine Eltern helfen dir bestimmt dabei.  Bis bald!

Fortsetzung folgt auf dieser Seite !

 

(Worte und Gedanken: Elisabeth Schulz -  nach dem Buch „Pasquarellas Perlen“ von Gabi Stegmann und Herbert Adam, RPA Verlag. Bilder: Elisabeth Schulz)

Hier noch einmal den gesamten Text der Geschichten als Download.
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