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Mit den Wikingern in Boppard unterwegs

Mit den Wikingern in Boppard unterwegs
Mit den Wikingern in Boppard unterwegs
© Katharina Klein

Das diesjährige katholische Kinderzeltlager Oestrich-Winkel der Pfarrgemeinde St. Peter und Paul Rheingau unter dem Motto Wikinger fand vom 25.6. bis zum 06.07.2018 in Boppard statt.

Als unsere kleinen Krieger montags das Wikingerlager erreicht haben, wurden sie herzlich bei uns aufgenommen. Kurz darauf haben sie sich in Kleingruppen zusammengetan und sich einen Gruppenleiter ausgesucht. Da sich die meisten noch gar nicht kannten bzw. noch nie gesehen hatten, wurden mehrere Kennlernspiele gespielt, welches den Beginn so mancher Freundschaften darstellte.

Dienstags haben wir unsere erste gemeinsame Aktion mit den Zelten gemacht: Das eigene Schiff bauen, womit nun offiziell die Reise auf hoher See beginnen konnte. Hierzu waren wir den gesamten Tag im Wald und haben dort unsere Schiffe und Hütten aus Bäumen, Stöcken und Laub gebaut.

Da die Sonne bereits am dritten Tag so stark geschienen hat, haben wir als Abkühlung verschiedene Wasserspiele gemacht. Dazu gehörten eine durch Laken gebaute Rutsche, Wassertragen und Paintball mit Schwämmen. Gerade beim Paintball hatten die Kinder gigantischen Spaß. Am Abend haben wir den Mut unserer Wikinger durch eine Nachtwanderung auf die Probe gestellt.

Am Donnerstag hatten wir durch die vorherige Nacht genug Mut geschöpft, um uns für die Stadtrallye an Land in die Zivilisation zu wagen. Somit haben wir die Stadt Boppard mit einer zusätzlichen Herausforderung unsicher gemacht. Diese bestand daraus, fünf Lollis mit den Landratten gegen andere Gegenstände zu tauschen.  Abends wurden zwei unserer Saustifte durch eine Aufnahmeprüfung in den Bund der Gruppenleiter aufgenommen.

© Katharina Klein
© Katharina Klein

Am folgenden Tag sind wir den bereits erkundeten Weg in Richtung Fähre gegangen, um ins Schwimmbad zu gelangen. Vor Ort gab es auch eine Kuchen-Stärkung, da wir ein Geburtstagskind hatten.

Samstags sind wir im Lager geblieben und haben mehrere Workshops gemacht. Dazu gehörten zum Beispiel die Erweiterung der Wikingerausrüstung durch das Basteln der Geldbeutel, Traumfänger und Schlüsselanhänger, das Batiken der T-Shirts und Beutel, das Knüpfen von Freundschaftsarmbändern, das Gipsen und vielem mehr. Als Höhepunkt des Tages wurde abends „Drachenzähmen leicht gemacht“ geguckt. Passend zur Kinoatmosphäre gab es sogar Popcorn.

Zur Halbzeit unserer Wikingerreise konnten alle ausschlafen und wurden durch den verlockenden Geruch des Brunchs geweckt. Dies gilt jedes Jahr aufs Neue als eines der größten Highlights, da es eine Vielzahl an verschiedenen leckeren Essen als Festmahl gab. Am Nachmittag kam Pfarrer Mani, um den Gottesdienst mit uns zu feiern. Der Gottesdienst wurde von mehreren Kindern durch ein Rollenspiel zum Evangelium und die Fürbitten gestaltet. Nach dem Gottesdienst gab es die langersehnten Grüße aus der Heimat, über die sich alle Wikinger gefreut haben.

Mit frischem Wind starteten wir in die neue Woche. Am Montag haben wir den berühmten Postenlauf gemacht, bei dem man in seiner Gruppe von Station zu Station gehen muss und unterschiedliche Aufgaben im Team zu bewältigen hat.

Dienstags haben wir erneut die See/das Schwimmbad unsicher gemacht. Nach fünf Stunden waren alle Krieger so erschöpft, dass wir uns wieder ins Lager aufgemacht haben und nur noch die tägliche Abendroutine bei der Lagerrunde absolviert haben.

Das langersehnte Rollenspiel wurde dann am Mittwoch aufgeführt, bei dem die kleinen Wikinger die Geschichte um Askold, der aus dem Dorf verbannt wurde, und Jarl, dem Dorfältesten, verstehen und in die richtige Richtung lenken mussten, sodass Askold wieder ins Dorf aufgenommen werden konnte und wieder Frieden herrschen konnte. Im Anschluss wurden wegen eines plötzlich auftretenden Gewitters spontan noch Workshops gemacht. Da Odin es gut mit uns meinte, blieb es den restlichen Tag trocken, wodurch wir abends die Nachtolympiade gemacht haben. Wenn man genug Spiele geschafft hatte, war der Laufstempel der Eintritt für die Abschlussparty.

Am Donnerstag mussten alle Wikinger ihr Hab und Gut bis auf das Wichtigste einpacken, sodass man dies nicht mehr am letzten Tag tun muss. Nachdem soweit alles aufgeräumt und manche Zelte abgebaut wurden, haben wir nach einem kleinen Regenschauer zuerst die Lagerrallye, bei dem die Gruppis und die Paare nominiert werden, und dann das 50-Punkte-Spiel gemacht. Abends nach der Lagerrunde stand die 2. Saustiftprüfung den anderen drei Saustiften bevor.

Am letzten Tag wurde nach dem Frühstück das Lager gepackt und sich zum letzten Mal in einem Kreis versammelt und „Nehmt Abschied Brüder" gesungen, während die Lagerfahne heruntergelassen wurde. Direkt danach kam auch schon der Bus, der die wilden Wikinger wieder gesund und glücklich in die Heimat brachte, wo sie herzlich von den Eltern empfangen wurden. Wir hoffen, dass wir auch im nächstes Jahr wieder alle an Bord begrüßen dürfen.

Bis 2019 Ahoi, ihr Landratten.
Katharina Klein