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Die Glocke - macht Sommerpause

Die Glocke   -  macht Sommerpause
Die Glocke   -  macht Sommerpause

Liebe Leserinnen und Leser unserer „Glocke“,
seit mehr als zehn Wochen ist das christliche Leben in unserer Gemeinde nicht mehr wie es war. Viele Dinge, die uns vorher selbstverständlich erschienen, waren bzw. sind aktuell nicht mehr oder nur noch eingeschränkt möglich. Sei es der gemeinsame Gottesdienst mit Gesang, Friedensgruß und dem Plausch mit Be-kannten und Freunden im Anschluss. Sei es die Vorbereitung auf Erstkommunion und Firmung, sei es die Arbeit der Ehrenamtlichen in den Kirchorten. Auch wir - die Ehrenamtlichen der Ortsausschüsse von Winkel und Mittelheim - bedauern sehr, dass viele Vorhaben dieses Jahr nicht realisiert werden können. Viele Traditionen können nicht wie gewohnt gelebt werden und weichen der „Kunst der Improvisation“, wobei die Improvisation oftmals nur unvollkommene Lösungen anbieten kann. Wir bedauern das alle sehr! Gerade auch an traditionellen Feiertagen wie Christi Himmelfahrt, Fronleichnam und Pfingsten wird uns das Fehlen der christlichen Gemeinschaft schmerzlich bewusst. Und fehlt mit der Gemeinschaft nicht auch irgendwie der Zugang zu Gott? Und sind wir als Christen überhaupt noch „systemrelevant“, oder (ver)endet unser aller Auftrag im „Social Distancing“? Als ich das 
Matthäusevangelium an Christi Himmelfahrt hörte, wurde mir bewusst, dass auch die Jünger Jesu vierzig Tage nach dem Osterfest sich ähnliche Fragen gestellt haben mussten:

Evangelium: Mt 28,16–20
In jener Zeit gingen die elf Jünger nach Galiläa auf den Berg, den Jesus ihnen genannt hatte. Und als sie Jesus sahen, fielen sie vor ihm nieder, einige aber hat-ten Zweifel. Da trat Jesus auf sie zu und sagte zu ihnen: Mir ist alle Vollmacht gegeben im Himmel und auf der Erde. Darum geht und macht alle Völker zu mei-nen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Und siehe, ich bin mit euch alle Tage bis zum Ende der Welt.

Gerade in der heutigen Situation doch irgendwie tröstend. Mit dem „Ich bin da“-Wort wird auch klar: Jesus ist nach Ostern in seiner (und unserer) Gemeinde an-wesend. Auch nach „Corona-Ostern“! Lassen wir uns also nicht entmutigen und verfolgen wir daher seinen im Bibelwort ebenfalls enthaltenen Auftrag weiter - auch mit den besagten Einschränkungen! Gerade auch die ersten gemeinsamen Gottesdienste zeigen, dass es ja Stück für Stück wieder besser wird! Und wenn man die Not der Christen in manchen Ländern sieht, die seit Jahren Verfolgung, Gewalt und Repression ausgesetzt sind, für die aber keine baldige Besserung ihrer Situation absehbar ist… dann wird man sich bewusst, dass ein Mundschutz und 1,50 m Abstand im Verhältnis dazu vielleicht mehr eine temporäre Unannehm-lichkeit als eine schwere Bürde ist. 
Bleiben wir Gemeinschaft!
Für die Ortsausschüsse Mittelheim und Winkel
Marcus Keidl        Birgit Krämer

Kirchweih in Mittelheim – im Zeichen von Corona
Eigentlich war es ganz anders geplant: Ein feierlicher Gottesdienst anlässlich der Kirchweih in St. Aegidius Mittelheim am Samstag, den 25.04.2020 um 18 Uhr. Wie so oft in den vergangenen Jahren hatten die Sänger des Männergesangvereins Mittelheimer Harmonie 1869 e.V. wieder ihre Bereitschaft erklärt, den Gottes-dienst musikalisch mitzugestalten. Den Besuchern sollten im Anschluss an den Kerbegottesdienst vom Ortsausschusses St. Aegidius und dem Freundeskreis der Basilika in guter Tradition zu einem Glas Sekt (oder auch Wasser und Apfelsaft) eingeladen werden, um miteinander auf den „Geburtstag“ unseres altehrwürdigen Gotteshauses anzustoßen. Wie immer hätten wir gerne mit vielen Gläubigen dieses Fest in unserem kleinen Kirchort gefeiert.
Aber es kam anders.... Auf Grund der Corona-Pandemie und der daraus resultie-renden Einschränkungen bei den Gottesdiensten konnte leider unser Kirchweihfest nicht wie geplant stattfinden. Aber auch wenn wir dieses Fest nicht wie sonst traditionell feiern konnten hat der Ortsausschuss St. Ägidius und der Freundeskreis der Basilika - als Zeichen der Verbundenheit mit allen, mit denen wir dieses Fest gemeinsam begangen hätten - dennoch feierlich geschmückt. Für einige war es auch eine Gelegenheit unserer "Altehrwürdigen" einen Besuch abzustatten und allein ein stilles Gebet zu sprechen und für bessere Zeiten zu bitten...Für unsere kleine Gemeinschaft des Glaubens rund um St. Ägidius und alle anderen Men-schen weltweit. Getrennt Kirchweih feiern aber doch in Gemeinschaft sein! Das Motto des Jahres 2020 bei diesem Fest.
Neues aus dem St. Walburga-Zentrum
Die Mitglieder des Freundeskreises St. Walburga schlugen die Bepflanzung der „Edeka-Wand“ vor. Und so konnten nun auf dem Rasen zur südlichen Wand hin 15 Portugieser Lorbeeren gepflanzt werden. Das Pflanz-Team befasste sich zudem mit dem Jäten von Unkraut im Hof und auf dem Kirchvorplatz.

Auch die Weinreben an der Rathauswand wurden beschnitten. Als Rankhilfe wurden Randrähte fächerartig über den Hof gespannt. Im Laufe der Zeit wird ein grünes Dach im Hof des WaZ entstehen. Ein Blick in den Hof auf die neuen Pflanzen und die Drähte lohnt sich.


Zur Vervollständigung der Beleuchtung im Hof werden demnächst die Leuchten angebracht.

Danke an die fleißigen HelferInnen!

Hinweise zu unseren Gottesdiensten
Bitte beachten Sie die folgenden Regelungen:
•    Aufgrund der Mindestabstände gibt es nur eine begrenzte Anzahl von Plätzen. Es ist eine telefonische Anmeldung zu den Gottesdiensten an Sonn- und Feiertagen notwendig: montags bis donnerstags (spätestens 12 Uhr) im Zentralen Pfarrbüro 06123/703770 (Name/Telefonnummer der Gottesdienstbesucher  werden 21 Tage im Pfarrbüro gespeichert, um ggf. Infektionsketten nachweisen zu können)
•    Zügiges Betreten und Verlassen der Kirche mit Mund-Nasen-Schutz (Alltagsmaske)
•    Bitte nehmen sie den Platz ein, den die Ordner Ihnen zuweisen
•    Abstandsgebote müssen grundsätzlich eingehalten werden - Keine Gruppenbildungen, auch nicht auf dem Kirchenvorplatz
•    Personen mit Erkältungssymptomen und/oder Fieber dürfen die Kirche nicht betreten
•    Möglichkeit zur Händedesinfektion am Eingang
•    Eigenes Gotteslob für das stille Gebet mitbringen, kein gemeinschaftlicher Gesang
•    Kollekte erfolgt am Ausgang der Kirche
•    Während des Gottesdienstes erhalten Sie weitere Hinweise zur Kommunion-spendung, usw. 
Mitglieder unserer Gemeinde werden Sie vor Beginn des Gottesdienstes einweisen und die freien Plätze zeigen. Herzlichen Dank an alle, die uns bei dieser organisatorischen Aufgabe unterstützen!
Die allgemeine Sonntagspflicht ist von den Bischöfen nach wie vor ausgesetzt. Den Gläubigen, die einer Risikogruppe angehören, empfehlen wir weiterhin die Mitfeier der Fernsehgottesdienste. 

sonntags: 07.06.20, 14.06.20, 21.06.20, 28.06.20
Mittelheim    09.30 Uhr    Heilige Messe
Winkel    11.00 Uhr    Heilige Messe
Intentionen
07.06.20 / 11 Uhr: Totengedenken für Adolf Czech, ++ Josef und Monika Derstroff und ++ Angeh.
14.06.20 / 11 Uhr: ++ der Fam. Bruno und Margarete Knorr sowie Sohn Erwin
werktags: 06.06.20, 12.06.20, 13.06.20, 18.06.20, 20.06.20, 25.06.20, 27.06.20
Mittelheim    07.45 Uhr    Heilige Messe (ohne Anmeldung)

Fronleichnam  11.06.20        
Winkel    11.00 Uhr    Heilige Messe  in der Kirche (keine Prozession)    

Die Gottesdienstordnung gilt bis zum 3.7.20. Eventuelle Änderungen werden  durch Aushang und in der Presse bekanntgegeben.
Ein Impuls für die Corona-Zeit      „Was ich kann“

Ob ich sagen kann, wann es einen Impfstoff gegen Corona gibt? 
    Ich kann es nicht.
Ob ich sagen kann, wie wir Weihnachten feiern werden?
    Ich kann es nicht.
Ob ich sagen kann, dass wir uns immer genauso verhalten, wie es richtig ist?
    Ich kann es nicht.
Was ich aber sagen kann:
Ich kann sagen, dass ich fest daran glaube, dass wir als Gesellschaft und als Kirche durch die aktuellen Erfahrungen an Menschlichkeit und an Solidarität wachsen können.
Ich kann sagen, dass ich an eine Zeit „nach Corona“ glaube.
Ich kann sagen, dass ich fest von Gottes liebender Gegenwart auch und gerade in diesem Jahr überzeugt bin.
Ich kann sagen, dass ich unseren offenen Kirchenraum in den letzten Monaten in ganz besonderer, unvergesslicher, prägender und stützender Weise völlig neu erlebt habe.
Ich kann sagen, dass jede brennende Kerze und jeder Satz im Fürbittbuch für mich ein Zeichen lebendiger Gemeinschaft, heilenden Glaubens und tragender Verbundenheit ist.
Ob ich versprechen kann, dass niemand aus unseren Ortschaften erkranken wird?
    Ich kann es nicht.
Ob ich versprechen kann, dass es keine zweite Welle geben wird?
    Ich kann es nicht.
Ob ich versprechen kann, dass ich das Virus nicht schon in mir trage?
    Ich kann es nicht.
Was ich aber versprechen kann:
Ich kann versprechen, dass ich alles tun werde, um meine Mitmenschen so gut es geht zu schützen.
Ich kann versprechen, dass ich  versuchen werde, jedem Menschen,  dem ich 
begegne, mindestens ein Lächeln und ein gutes Wort zu schenken.
Ich kann versprechen, dass ich für alle Menschen bete; vor allem für die Kranken, die Alten, die Einsamen und für alle Menschen in den pflegenden und sorgenden Berufen.
Ich kann versprechen, dass ich immer dankbar sein werde, wie gut wir bisher den Anfang dieser Pandemie durchlebt haben. Und dass ich stets dankbar sein werde für all die Freiheiten, die ich trotzdem hatte und für die Natur, in der ich mich bewegen, abschalten und auftanken konnte und für jeden Menschen, mit dem ich reden konnte.
Ich kann versprechen, dass ich versuchen werde, mich für die Veränderungen einzusetzen, die mir in den letzten Wochen  als notwendig erschienen sind.

Was ich kann / was wir tun können, das ist garnicht so wenig.
Und das gibt uns Hoffnung.
Herausgeber: Redaktionsteam der Kirchorte St. Walburga, Winkel und St. Aegidius, Mittelheim, Hauptstr. 29, 65375 Oestrich-Winkel (Freundeskreise St. Walburga und St. 
Aegidius)
Marion Grösch-Becker, Birgit Kunz, Birgit Krämer, Ruth Freimuth
Pfarrbüro Winkel St. Walburga: Tel. 06723-2097 * Fax 06723-87472, Hauptstr. 29
Vertretungsfall: Zentrales Pfarrbüro Eltville 06123/703770 
Erstansprechpartner für Winkel und Mittelheim  ist Gemeindereferent Eberhard Vogt,
Sprechzeiten nach Vereinbarung    
Öffnungszeiten im Pfarrbüro Winkel für beide Kirchorte:
Dienstag 8.00 – 10.00 Uhr, Donnerstag 14.00 –17.00 Uhr   
email: L.Ettingshausen@peterundpaul-rheingau.de 
Konto für die Kirchorte Mittelheim und Winkel: 
Naspa IBAN  DE 86 5105 0015 0461 0004 36(Pfarrei St. Peter und Paul, Rheingau) 
Bitte geben Sie immer den Kirchort und den Zweck der Spende/Überweisung an! 
Danke
Freundeskreis St. Walburga e.V.: Rhg. Volksbank IBAN: DE67 5109 1500 0000 1015 59
Freundeskreis St. Aegidius Mittelheim e.V.: Rhg. Volksbank IBAN: DE70 5109 1500 0000 047767
In der aktuellen Situation wird die Glocke nicht monatlich, sondern nur bei Bedarf erscheinen. Ihre Artikel können Sie weiterhin über Frau Ettingshausen einreichen.
 http://winkel.bistumlimburg.de und mittelheim.bistumlimburg.de  

WICHTIG: Das Pfarrbüro im Kirchort Winkel ist ab Juni zu den gewohnten Zeiten wieder geöffnet. Eintritt nur mit Mund-/Nasenschutz.

Seelsorgerliche Angebote
Nach wie vor gilt: Die Seelsorger und Seelsorgerinnen unserer Pfarrei sind für Sie da. Selbstverständlich werden die Sakramente der Versöhnung und der Kranken-salbung gefeiert. Bitte kontaktieren Sie uns über das Pfarrbüro (Zentrales Pfarr-büro 06123/703770).

Katholische Öffentliche Pfarrbücherei
Unsere Bücherei im St. Walburga Zentrum ist freitags von 15-17 Uhr geöffnet. Eintritt nur mit Mund-/Nasenschutz. (Tel. 015126120745)

Rhabanus zappt wird zu „Rhabanus to go“
Die traditionelle Straußwirtschaft „Rhabanus zappt“ kann als „Großveranstaltung“ leider nicht wie gewohnt durchgeführt werden. Das Orga-Team hat sich für die Zeit vom 15.-19.6.20 eine alternative Variante erdacht: „Rhabanus to go“.
Eine Flasche Wein nebst einer Portion Spundekäs mit Brezelchen können mit dem „Bestellschein“ dieser Glocke bestellt oder abgeholt werden.
Bitte machen Sie regen Gebrauch und unterstützen Sie somit die Aufgabe der Veranstalter, der Freundeskreise St. Walburga und St. Aegidius. Wir freuen uns und danken schon im voraus.