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Denkanstöße im Dialog

Denkanstöße im Dialog
Denkanstöße im Dialog
© Bild: Peter Weidemann In: Pfarrbriefservice.de

50 Jahre nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil befindet sich die katholische Kirche in Europa in einem atemberaubenden Veränderungsprozess: Durch Fusionen und Zusammenlegungen entstehen riesige Pfarreien Neuen Typs mit großen Mitgliederzahlen. Und immer drängender stellt sich die Frage: Ist das wirklich der richtige Weg?

Das Zweite Vatikanische Konzil hat sich zum Thema Gemeinde nur an wenigen Stellen geäußert, aber dies sehr eindeutig: Gemeinde ist Kirche am Ort. Aber was bedeutet das?

Herbert Haslinger, Pastoraltheologe an der Theologischen Fakultät Paderborn, nimmt die Impulse des Konzils auf in seinem Buch „Gemeinde – Kirche am Ort. Impulse des Zweiten Vatikanischen Konzils“ (Bonifatius Verlag, Paderborn 2015).

Er ist überzeugt davon, dass die Gemeinde auch in Zukunft als Sozialform der Kirche und als Ort christlichen Lebens gebraucht wird; die Errichtung von Pfarreien Neuen Typs darf und wird nicht ihr Ende sein. Allerdings muss die Gemeinde zu einer neuen Gestalt und zu einem neuen Selbstverständnis finden. Kirche am Ort bedeutet, dass die Kirche für alle Menschen da ist, nicht nur für die aktiven Gemeindemitglieder; das ist die neue Botschaft des Konzils. Das heißt aber auch, wir brauchen neue Orte der Begegnung: Experimente und Kreativität sind gefragt.

Einige Thesen des Buches von Herbert Haslinger werden im Gesprächskreis „Denkanstöße im Dialog“ vorgestellt und wir möchten gerne mit allen an Gemeinde der Zukunft Interessierten darüber ins Gespräch kommen. Es ist nicht notwendig, dass man das Buch gelesen hat.

Wir treffen uns am 21. Februar 2019 um 19.30 Uhr im Pfarrzentrum Niederwalluf. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Dr. Gerhard und Margit Wehner