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5 Minuten vor 12 Uhr

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© pixabay.com

Liebe Eltern, liebe MitarbeiterInnen,

dramatisch steigende Fallzahlen in Europa, aber auch in Deutschland und dem Rheingau-Taunus-Kreis zeigen, wie aktuell die Bedrohung durch das Virus wieder ist. Die aktuellen Fallzahlen finden Sie hier.

Die Strategien zum Erhalt der Öffnung der Einrichtungen lassen sich wie folgt zusammenfassen:

1. Allgemeine Maßnahmen

A=Abstand, H=Hygiene, A=Alltagsmaske, A=APP, L=Lüften

Abstandsregeln sind in der Betreuung der Kinder nur sehr begrenzt einzuhalten. Wir versuchen, durch eine möglichst geringe Vermischung von Kindern bzw. MitarbeiterInnen in der Gruppenzuordnung die Kontakte zwischen den Gruppen gering zu halten. 

Eine konsequente Trennung aller Gruppen wäre nur zum Preis einer reduzierten Öffnungszeit möglich. Zudem wäre diese von der Anzahl der zur Verfügung stehenden MitarbeiterInnen abhängig. Diesen Schritt möchten wir aufgrund der noch relativ niedrigen Infektionszahlen und -risiken in den Kitas selbst derzeit noch nicht gehen. In den vergangenen 8 Monaten gab es unter 700 Kindern und 200 MitarbeiterInnen lediglich einen positiven Fall. Hierzu möchten wir auch auf die Zwischenergebnisse der Corona-Kita-Studie und der Safe-Kids-Studie hinweisen. Die 7-Tage-Inzidenz im Rheingau-Taunus-Kreis lässt in dieser Woche eine Stagnation des vorher steilen Anstiegs erkennen.

Wir prüfen derzeit in Zusammenarbeit mit der Unfallkasse Hessen und der Berufsgenossenschaft, inweit mobile Umluftgeräte mit Virenfiltern eine mögliche oder im Einzelfall notwendige Ergänzung der Fensterlüftung sein können.

Zu den derzeitigen allgemeinen Kontaktbeschränkungsvorschriften gerne noch der folgende Hinweis: Die Bildung familiärer Betreuungsgemeinschaften ist weiterhin unabhängig von der Kinderzahl durch drei Familien gestattet (Seite 9 Auslegungshinweise CoKoBeV)

2. Besondere Maßnahmen

Kinder oder MitarbeiterInnen mit

  • Verdachtssymptomen einer Corona-Infektion (insbesondere Fieber ab 38°C, Husten, Verlust Geschmacks- oder Geruchssinn)
  • Bestätigter Corona-Infektion 
  • Kontakt zu einem Haushaltsangehörigen mit Verdachtssymptomen
  • Kontakt zu einem Haushaltsangehörigen mit bestätigter Corona-Infektion
  • Anordnung einer häuslichen Quarantäne eines Haushaltsangehörigen

dürfen die Kita nicht betreten (§2 der Zweiten Verordnung zur Bekämpfung des Corona-Virus). Bei einer Reiserückkehr aus Risikogebieten beachten Sie bitte die Bestimmungen hinsichtlich Quarantäne und Testverfahren.

3. Im Infektionsfall

Eine Infektion mit COVID-19 ist eine meldepflichtige Erkrankung im Sinne des Infektionsschutzgesetzes (IfSG). Über die zu treffenden Maßnahmen entscheidet alleine das Gesund­heits­amt des Rheingau-Taunus-Kreises. Nach Prüfung der Kontakte des Kindes oder der MitarbeiterIn zu weiteren Kindern bzw. MitarbeiterInnen erfolgt in der Regel die Anordnung einer häuslichen Quarantäne z.B. einer Gruppe oder einer kompletten Einrichtung. Eine Weiterbetreuung ist damit für 14 Tage unterbrochen und die Infektions­aus­breitung verhindert.

Über die Art, den Zeitpunkt und den Umfang von Tests entscheidet ebenfalls das Gesund­heits­amt. Mit der Durchführung werden z. B. Arztpraxen oder Hilfsorganisationen beauftragt. Ein Abstrich wird ausschließlich in Anwesenheit und mit Einverständnis eines Er­ziehungs­berechtigen vorgenommen und in der Regel nach 5 Tagen nochmals wiederholt. Die Ergebnisse werden direkt an die Betreffenden übermittelt, eine Wartezeit von mehreren Tagen ist aber nicht selten. Ein Nicht-Einverständnis mit einem Test oder einer Quaran­täne­anordnung ist gegenüber dem Gesundheitsamt zu äußern bzw. sind dort entsprechende Rechtsmittel einzulegen.

Bitte hinterlegen Sie eine stets aktuelle Mobilfunknummer und email-Adresse bei der Kitaleitung, um schnell informiert werden zu können. Bitte haben Sie Verständnis dafür, das wir aus Datenschutzgründen keine konkreten Auskünfte über betroffene MitarbeiterInnen, Kinder und zunächst auch nicht der betroffenen Gruppe machen, da letzlich alle betroffen sein können. Wenn ein Infektionsfall am Wochenende bekannt wird, wird die Einrichtung montags sicherheitshalber geschlossen. Es ist dann erst montags nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt möglich, den Umfang einer Schließung an alle Eltern zu kommunizieren. Die eigentlichen Quarantäneanordnungen folgen später auf dem Postweg.

4. Impfung

Ein Impfstoff ist frühestens im Laufe des nächsten Jahres zu erwarten. Eine Impfpflicht gegen COVID-19 bei Kindern, vergleichbar der Masernschutzimpfung, ist den Aussagen der STIKO zufolge nicht zu erwarten. Aufgrund der begrenzten Ressourcen wird hier ähnlich der klassischen Grippeschutzimpfung zunächst eine Priorisierung der Risikogruppen empfohlen. Kinder zählen nicht zu einer Risikogruppe für einen schweren Krankheitsverlauf im Falle einer COVID-19-Infektion.

Zusammenfassung

Der aktuelle Kitabetrieb, insbesondere unter zunehmender Infektionsausbreitung, lässt sich nur mit der Einsicht und Umsicht aller Beteiligten aufrechterhalten. Eine Schließung von Ein­richtungen oder Einrichtungsteilen möchten wir im Interesse aller Kinder, Eltern und MitarbeiterInnen vermeiden. Das Infektionsrisiko lässt sich durch ein konsequentes Zusammenspiel vieler Maßnahmen zumindest deutlich reduzieren. Dies ist in den letzten Monaten auch sehr erfolgreich gelungen! Dennoch werden vereinzelte  (Teil-)Schließungen auch in den nächsten Monaten bis weit in das nächste Jahr hinein nicht ganz auszuschließen sein.

Wir würden uns freuen, wenn Sie die Maß­nahmen weiter mittragen und akzeptieren und stehen für Rückfragen gerne zur Verfügung!

Mit freundlichen Grüßen und besten Wünschen für Sie und Ihre Familien

Petra Götze-Nagel

Stefan Eckert

Hygienekonzept
Merkblatt Reiserückkehr
Merkblatt Umgang mit Krankheitssymptomen
Zweite Verordnung zur Bekämpfung des Corona-Virus
Corona-Kita-Studie

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